Kritische Artikel zu Mikrofinanz
12-01-2012
In den vergangenen Wochen erschienen in einigen Publikationen Artikel, die kritisch über Mikrofinanz berichteten. Von der „Mikrokredit-Lüge“ war die Rede und davon, dass Mikrokredite nicht den Armen dienen, sondern vielmehr dem internationalen Finanzkapital dabei helfen, auch die Ärmsten auszubeuten.
Wir halten es für richtig, alle Fehlentwicklungen und Fälle aufzudecken, in denen überhöhtes Profitstreben oder gar skrupellose Geschäftemacher KreditnehmerInnen in die Überschuldung treiben und das gute Prinzip des Mikrokredits und Mikrosparens in Verruf bringen.
Doch genau das leisten diese Beiträge nicht. Sie beschränken sich leider auf eine einseitige, pauschale Kritik – ohne darzustellen wie seriöse Mikrofinanzinstitutionen die Lebenssituation ihrer KreditnehmerInnen verbessern wollen und können.
Aufgrund unserer 35-jährigen Erfahrung wissen wir, dass Mikrofinanz einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von KreditnehmerInnen leistet, wenn es verantwortungsbewusst eingesetzt wird. Genau darauf legt Oikocredit Wert. Auch die renommierte französische Ökonomin Esther Duflo kommt in einer aktuellen Studie über eine Mikrofinanzorganisation in Indien zu einem ähnlichen Schluss: „Nach unserer Ansicht haben sich Mikrokredite einen wichtigen Platz als eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Armut verdient.“
Wie sich Oikocredit für eine soziale Mikrofinanz einsetzt und mit rund 600 Mikrofinanz-Partnerorganisationen weltweit zusammenarbeitet können Sie in unserem Beitrag Verantwortungsbewusster Umgang mit Mikrofinanz bei Oikocredit lesen.
Wenn Sie Fragen haben zur sozialen Wirkung von Mikrofinanz und der Arbeit von Oikocredit, können Sie uns eine E-Mail schicken an deutschland@oikocredit.org.

